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Kultur auf Rezept !?
Antworten der Kulturheilkunde auf Herausforderungen unserer Zeit
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Vortrag von Marlen Schröder,
Fachärztin für Allgemeinmedizin
&
Hartmut Schröder,
Professor für Sprachgebrauch und Therapeutische Kommunikation
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am: Samstag, den 21.03.2020
um: 17:00 Uhr 
Eintritt: 10,- €
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Kulturheilkunde geht davon aus, dass wir Kultur als Heilmittel nutzen können, d.h. Naturheilmittel sinnvoll durch das reichhaltige Repertoire der vielen Kulturen der Welt ergänzen können.
Die Referenten erläutern in ihrem Vortrag die Theorie und Praxis der Kulturheilkunde mit ihrer grundlegend einfachen Botschaft: So natürlich (im Einklang mit der Natur) und so kulturvoll (in Harmonie mit sich selbst, den Mitmenschen und dem Transzendenten) wie möglich und nur so technisch-artifiziell wie nötig.
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WORKSHOP
am: Sonntag, den 22.03.2020
um: 10 - 14 Uhr 
Beitrag: 50 €

„Klangtherapie – ein adjuvantes Verfahren in der Psychosomatik“
Der Begriff Klangtherapie ist ein Sammelbegriff und wird in den letzten Jahren zunehmend in der Psychosomatik verwendet. Er umfasst eine Vielzahl verschiedener Formen und Traditionen, wobei die Verwendung von obertonreichen Instrumenten (Monochord, Gong, Klangschalen etc.) charakteristisch zu sein scheint. Historisch betrachtet handelt es sich um ein sehr altes Heilverfahren, das in allen Kulturen anzutreffen ist. Eine wichtige Linie der heutigen Klangtherapie ist die Ethnomedizin, eine andere die Musiktherapie, die bereits Eingang in universitäre Studiengänge gefunden hat. Mit zunehmender Verbreitung in therapeutischen Settings sind gegenwärtig Versuche der Akademisierung und Professionalisierung zu beobachten, die sich in diversen Ausbildungsangeboten und in der Gründung von Verbänden und Fachzeitschriften ausdrücken sowie durch akademische Forschung und Lehre begleitet werden.
Klänge können der Entspannung und Tranceinduktion dienen, aber auch adjuvant in der Medizin und Psychotherapie bei bestimmten Indikationen genutzt werden. Die Wirkung von Klängen erfolgt auditiv und vibrativ, ihre Wirkweise lässt sich zu einem wichtigen Teil durch die Gesetze der Mathematik und Physik erklären, wobei besonders die von Pythagoras entdeckte Naturtonleiter von Bedeutung ist. Durch Forschung gut belegt ist, dass die therapeutische Beziehungsgestaltung durch die Einbeziehung von Klängen bereichert werden kann, indem ein „nährendes Potenzialförderndes und als Co-Therapeutikum wirkendes Medium hinzukommt, das eine wesentliche Erweiterung des psychotherapeutisch- psychosomatischen Behandlungs-Repertoires bei sehr verschiedenen Störungsbildern und Krankheiten darstellt“ – wie es Gerhard Tuschy ausdrückt, der seit mehr als zwanzig Jahren in Berlin Wegbereiter einer klangbegleiteten Psychotherapie ist.
Im Workshop wird ein Überblick über Grenzen und Möglichkeiten der Klangtherapie gegeben, der durch praktische Beispiele und Kasuistiken zur therapeutischen Arbeit mit Klängen ergänzt wird. Insbesondere werden Körperinstrumente vorgestellt und Raum für Selbsterfahrung mit Klängen gegeben.
Kurzvita
Marlen Schröder ist Fachärztin für Allgemeinmedizin. Fortbildung in Traditioneller Chinesischer Medizin und Ohrakupunktur mit Abschluss an der Deutschen Akademie für Akupunktur und Auriculomedizin. 2003 bis 2012 in eigener Praxis tätig als niedergelassene Fachärztin für Allgemeinmedizin, Neuraltherapie, Akupunktur in Berlin-Müggelheim; seit 2013 privatärztliche Praxis in Berlin-Zehlendorf. Zusammen mit Prof. Hartmut Schröder Gründung des Therapeiums – Zentrum für Natur- und Kulturheilkunde. Fortbildung und Abschlüsse in Entspannungstherapie und Imaginativer Körper-Psychotherapie am Institut für Psychosomatik und Psychotherapie in Potsdam-Babelberg, in Vegetativer Funktionsdiagnostik bei Autonom Health sowie in Biologischer Medizin und in Klangtherapie in der Internationalen Gesellschaft für Biologische Medizin.
Prof. Dr. Hartmut Schröder ist Lehrstuhlinhaber für Sprachgebrauch und Therapeutische Kommunikation an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), wo er 2007 das Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften gegründet hat, das bis 2015 den ersten universitären Masterstudiengang für Komplementäre Medizin und Kulturwissenschaften in Deutschland angeboten hat. Er ist gleichzeitig Direktor des Instituts für Therapeutische Kommunikation und integrierte Gesundheitsförderung) an der privaten Steinbeis-Hochschule Berlin.