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an Veranstaltungsabenden bis 22.00 Uhr

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WZ, 16.02.13 - Philosophischer Salon und Matthias Budde liest Heinrich Heine
Melchers denkt nach und Budde liest vor
Kultur Im Neuen Galerie Café in der Löwenstadt zum Philosophieren und Literatur genießen treffen

Hachenburg. Gleich zwei interessante Veranstaltungen finden mit freundlicher Unterstützung der Hachenburger KulturZeit im Februar im Neue Galerie Café in der Wilhelmstraße statt. Am Donnerstag, 21. Februar, 19.30 Uhr, wird zum Philosophischen Salon geladen, und am Samstag, 23. Februar, 19.30 Uhr, liest Matthias Budde Heinrich Heines „Deutschland ein Wintermärchen“.
In der Tradition des französischen Philosophen Marc Sautet, der in Paris das erste philosophische Café ins Leben gerufen hat, haben sich in den vergangenen Jahren auch in deutschen Städten zunehmend philosophische Gesprächskreise und Cafés etabliert. Auch im Neue Galerie Café wird regelmäßig zusammen mit dem Gastphilosophen Markus Melchers lebhaft, anregend und kontrovers über philosophische Themen diskutiert und Gelegenheit zum gemeinsamen Nachdenken geboten.

„Bühne frei!“ heißt das neue Abendprogramm im Neuen Galerie Café. In diesem Rahmen heißt es dann auch: Matthias Budde liest Heinrich Heine „Deutschland ein Wintermärchen“. „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht, ich kann nicht mehr die Augen schließen, und meine heißen Tränen fließen“, dichtete Heine im frei gewählten Pariser Exil. Weniger den reaktionären Verhältnissen im Vaterland als der Sorge um die in Hamburg lebende Mutter waren diese Dichterzähren geschuldet.
Sich mit seinem Verleger Julius Campe zu treffen, der wegen Heine und einiger anderer Autoren des Jungen Deutschland, darunter Hoffmann von Fallersleben, von der Zensur bedroht ist, reist Heinrich Heine im Spätherbst 1843 nicht etwa per Schiff, sondern über Aachen, Köln, Westfalen und Hannover mit der Postkutsche nach Hamburg. Kleinstaaterei, preußischer Militarismus, nationale Engstirnigkeit, Glaubenshass, verschlammte Wege und schwer verdauliches Essen lassen die Reise nicht zum reinen Vergnügen werden.
Umso vergnüglicher die romantisch-ironisierende Schilderung seiner Fahrtenerlebnisse, die Matthias Budde nachgestaltend liest, inszeniert und verlebendigt und so ihre ungebrochene Aktualität unter Beweis stellt. „Denn die Freiheit hat sich den Fuß verrenkt … und Schufterle ist nicht tot.“

Der Eintritt zum Philosophischen Salon ist frei. Karten für die Lesung von Matthias Budde kosten im Vorverkauf 7 und an der Abendkasse 9 Euro. Veranstalter ist das Neue Galerie Café Hachenburg mit freundlicher Unterstützung der Hachenburger KulturZeit.