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WZ, 30.4.16 - Hardeck: Echte Spiritualität macht uns frei
Erlebnis Ungewöhnliches Festival in Hachenburg eröffnetfoto_zum_zeitungsartikel_fu__776_r_unsere_internetseite.png

Redakteurin: Nadja Hoffmann-Heidrich
Mit einem geistreichen und kurzweiligen Vortrag über Spiritualität in der Gegenwart hat der aus Hachenburg stammende Religionswissenschaftler und Geschäftsführer des Kultursommers Rheinland-Pfalz, Professor Jürgen Hardeck, das Festival „Frühlingserwachen“ eröffnet. Gleichzeitig lobte er das Engagement der Festival-Organisatorinnen Beate Macht (Kulturzeit), Annesuse Ganseforth (Neue Galerie Café), Birgit Henrich (Biologin und Heilpraktikerin) und Karin Leicher (Cinexx). „Das Festival ist eine Chance für unser Hachenburg“, sagte er zum Auftakt im voll besetzten Neue Galerie Café, das während des gesamten Wochenendes Treffpunkt und Ort des offenen Austauschs ist.
Vor allem Menschen in der zweiten Lebenshälfte, so vermutet Hardeck, hätten nicht mehr unbedingt Lust auf große Spektakel, sondern fühlten sich von einer Veranstaltung, die Körper, Geist und Seele gleichermaßen anspreche, eher angezogen, weshalb er schon jetzt darauf hofft, dass das Festival eine Wiederholung erfährt. Spiritualität, so Hardeck weiter, habe nichts mit Spiritismus oder Geisterbeschwörung zu tun. Vielmehr sei Spiritualität ein Gefühl für eine Kraft, die alles lebendig mache. Dieses Gefühl stehe nicht im Widerspruch zu den Weltreligionen, wie etwa dem Christentum, sondern es habe schon lange vor deren Entstehen existiert und sei sogar ein wichtiger Teil der Religionen. Damit reagierte Hardeck auf einige kritische Stimmen, die sich vor dem Festival zu Wort gemeldet und vor esoterischen Manipulationen gewarnt hatten. Echte Spiritualität, so der Religionswissenschaftler, mache frei und fördere das Selbst. Wer hingegen vom Leben wegführe und Abhängigkeiten erzeuge, sei ein Scharlatan.
Bei seinen rund einstündigen Ausführungen lieferte Hardeck immer wieder Bezüge aus der gesamten Kulturgeschichte – beginnend bei keltischen, griechischen und römischen Riten, über Mittelalter und Aufklärung bis hin in die Smartphone gesteuerte Zeit des Hier und Heute. Anders als früher ließen sich die Menschen Spiritualität nicht mehr nur theoretisch „von oben“ aufzwängen, sondern sie wollten ihre eigenen Erfahrungen machen. Die Naturwissenschaften hätten zwar schon vieles erklärt und entwickelt, Sinnfragen aber beantworteten sie nicht.
Bei seiner zentralen These berief sich Hardeck auf ein Zitat Karl Rahners: „Der fromme Mensch von morgen wird ein Mystiker sein.“ Spiritualität helfe dabei, sich auf das zu besinnen, was wirklich wichtig sei im Leben. Konsum etwa sei nur eine Ersatzbefriedigung, die uns davon abhalte, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Der große Ansturm im Café zeigte, dass das Interesse am Thema Spiritualität groß ist, das noch bis Sonntag in zahlreichen Veranstaltungen vertieft wird.
WZ, 22.10.13 - Mentalistenshow verblüfft
fu__776_r_presse_internet.jpg Kultur Marc Hagenbeck und Rainer Mees stehen gemeinsam auf der Bühne
Von unserem Mitarbeiter Matthias Budde

Gemeinsam auf der Bühne stehen wollten sie schon immer, die beiden Mentalisten Marc Hagenbeck und Rainer Mees. Marc Hagenbeck lebt in Isenburg und ist Mitglied der Gemeinschaft Europäischer Mentalisten (GEM), Rainer Mees ist Trainer, Seminarleiter und Hypnosetherapeut. Als Hagenbeck vor knapp neun Monaten einen Auftritt im Neue Galerie Café in Hachenburg hatte, sagten sie sich, wann, wenn nicht jetzt. Aus dem Erfolg ihrer improvisierten Zusammenarbeit entwickelten sie die „Big Brain Theory“, ein Programm, das sie nun deutschlandweit spielen, natürlich auch im Galerie Café, wo alles begann.

Mentalisten sind eingespieltes Duo und reagieren blitzschnell
Die zwei teilen sich praktisch ein Gehirn, wobei die Aufgaben klar verteilt sind. Mees ist auf Empfang eingestellt, ist ständig beim Publikum und reagiert blitzschnell und witzig auf alle Stimmungen und Äußerungen. Er ist vor allem auch ein Mundwerker, während es Hagenbeck gelingt, Komik wortlos zu erzeugen. Er ist eher der Sender, auch seine Suggestionstechniken funktionieren oft körpersprachlich, anders als bei Mees, der in der Sahara Sand verkaufen könnte. Eben warnt er noch die Zuschauer, Handlungsaufforderungen kritisch zu hinterfragen, da folgen ihm auch schon die nächsten Kandidaten willenlos auf die Bühne.
Wie es um die Wahrheitsliebe der Hachenburger bestellt ist, führen die beiden „Enterbrainer“ eindrucksvoll vor, keine Gefühlsregung bleibt ihnen verborgen. Auch die vom Publikum generierten Lottozahlen sagen sie richtig voraus. Zwischendurch kalauern sie auch: „Wissen Sie, was hinten auf diesem Umschlag steht?“, fragt Hagenbeck. „Nein“, antwortet die Zuschauerin wahrheitsgemäß. „Ich wusste, dass Sie das sagen!“ Hinten auf den Umschlag steht „Nein“ geschrieben. Im Umschlag befindet sich aber das Foto der Schauspielerin, die die Kandidatin zuvor genannt hatte.
Das verblüffte Publikum staunt schweigend. „Können Sie bitte mal ausrasten“, kommandiert Mees, und die Spannung entlädt sich im Applaus. So routiniert die beiden aufeinander eingespielt sind, sie bleiben dem Impromtu-Charakter ihrer Show treu, denn auch das Publikum ist jedes Mal anders, und ein wichtiger Faktor im Spiel mit den Gedanken und Gefühlen. Bisweilen überrascht Mees auch seinen Kompagnon, vielleicht sogar sich selbst. „Jetzt guckt Marc gerade wie eine neue Hühnersorte“, kommentiert er dann dessen konsternierten Blick.
In Abgrenzung zum Zauberkünstler, der mit Tricks und Illusionstechniken das Unmögliche wirklich erscheinen lässt, bewegen sich Mentalisten im Bereich des Unwahrscheinlichen. Können sie Gedankenlesen, funktioniert Telepathie? In der Pause erklärt ein Mann seiner Frau, wie die Tricks vermeintlich funktionieren. „Will ich gar nicht wissen“, gibt diese unwirsch zurück.

Publikum staunt schweigend und darf fleißig mitmentalisieren
Diese Haltung empfiehlt auch Marc Hagenbeck. „Es geht nicht darum, in einen Wettstreit mit dem Publikum zu treten. Wir wollen gemeinsam einen schönen Abend gestalten“, sagte er der Westerwälder Zeitung. Empathie heißt das Zauberwort und nicht Hokuspokus. Das gilt letztlich immer, wenn Menschen miteinander in Beziehungen treten.
Mit den Worten Hoffnung, Liebe, Sehnsucht, Wut, Enttäuschung und Trauer sind die sechs Seiten eines Gefühlswürfels beschriftet. Wie schnell diese umschlagen können, wissen wir alle, wer sich welche Würfelseite ausgesucht hat, nur die Mentalisten. Aber auch die Zuschauer mentalisieren fleißig mit, und so entsteht ein Gewebe aus Blicken, Energie und Emotionen. Das Publikum ist gebannt. Das ist das eigentliche Kunststück von Rainer Mees und Marc Hagenbeck.
WZ, 17.09.13 - Vortrag von Dr. Dr. Walter von Lucadou
presse_lucacou.jpgVortrag über Geister
Unter dem Titel „Die Geister, die mich riefen“ geht Dr. Dr. Walter von Lucadou am Sonntag, 22. September, im Neuen Galerie Café in Hachenburg der Frage nach, ob es Botschaften aus dem Jenseits gibt. Der promovierte Physiker und Psychologe Dr. Dr. Walter von Lucadou gilt als Deutschlands Experte Nummer eins zu den Themen Hellsehen, Esoterik und Spuk.
Los geht es um 11 Uhr. Ab 10 Uhr gibt es ein Frühstücksbüfett nach vorheriger Anmeldung.
Eintritt kostet 10, im Vorverkauf 8 Euro.
WZ, 18.05.13 - Markus Melchers ist ein Philosoph für alle Fälle
philos_salon_fu__776_r_presse.jpg Kultur Kollektives Kopfzerbrechen
im Neuen Galerie Café und
Entscheidungshilfen auf dem Sofa


Von unserem Mitarbeiter Matthias Budde
Ob beim Philosophischen Abend oder zu Hause auf der Couch – der studierte Philosoph Markus Melchers aus Bonn liefert „Sinn auf Rädern“. Philosophischer Praktiker gibt er als Berufsbezeichnung an. Er sucht die Schnittstellen zwischen philosophischer Wissenschaft und dem praktischen Leben. Melchers bietet Menschen in Krisen- oder Lebenswendezeiten Entscheidungshilfen an, indem er Erkenntnisse liefert. Die Kunden oder Gastgeber, wie Melchers sie nennt, erfahren, auf welche Weise verschiedene Philosophenschulen das anstehende Problem bereits gedanklich ausgeleuchtet haben; Denkprozesse kommen in Gang, neue Perspektiven tun sich auf, Lösungskompetenz wird gestärkt.
Bei den philosophischen Salons, die er veranstaltet, denkt er gemeinsam mit den Teilnehmern zwei Stunden lang über ein vorgegebenes Thema nach. Zum 16. Mal war das Neue-Galerié-Cafe in Hachenburg Schauplatz dieses kollektiven Kopfzerbrechens, diesmal zum Thema „Treue und Verrat“. Melchers hält keinen Vortrag, präsentiert kein vorgedachtes Denken. Mit drei kurzen, zum Teil provokanten Zitaten steigt er ins Thema ein, sammelt und moderiert die Beiträge der Teilnehmer und ordnet diese von Zeit zu Zeit zusammenfassend in philosophische Denkhorizonte ein. So entsteht allmählich ein methodisch strukturiertes Gewebe aus Fragen, Gedanken und philosophischer Information, getragen von Interesse, Klugheit und Spontanität der Mitdenker. Der Denkprozess ist ergebnisoffen und voller Überraschungen, die, auch den immer bestens vorbereiteten Melchers, häufig in Erstaunen versetzen. Im Vordergrund steht das aufeinander Bezug nehmende, philosophische Diskutieren. Dazu gehört auch, die eigene Meinung von einer philosophischen These unterscheiden zu können. Der philosophische Salon bietet keinen Raum für Selbstdarstellung. „Es hat sich eine Atmosphäre konzentrierter, auf freundlichem Umgang miteinander beruhender Gesprächskultur herausgebildet“, sagt auch Annesuse Ganseforth vom Galerie-Café.
Markus Melchers hat auch nicht die Macht des letzten Wortes. Mit zwei knackigen Zitaten schließt er pünktlich nach zwei Stunden den Salon. Zum Thema Treue nennt er Ambrose Bierce: „Treue ist die Tugend derer, die alsbald betrogen werden.“ Im philosophischen Salon hingegen geht es um die Suche nach Wahrheit, und die wird weitergehen.
WZ, 07.05.13 - Physiker erklärt im Neue Galerie Café den Wandel des Zeitbegriffs
grupen_fu__776_r_presse.jpgEin Frühstück mit Kaffee, Milchbrötchen und Zeitreisen
Mit dem Biss in ein Milchbrötchen begann für Marcel Proust die „Suche nach der verlorenen Zeit“. Dass die Frage nach dem Wesen der Zeit auch ohne diese psychologische Komponente eine spannende Reise zum Kern physikalischer Welterklärungsmodelle eröffnet, zeigte der Teilchenphysiker Prof. Dr. Claus Grupen (Uni Siegen) im Neue Galerie Cafe Hachenburg. Zeit ist, was die Uhr misst, sagt der Physiker. Mit Sonnen-, Wasser- und Atomuhren kann man dies in unterschiedlicher Genauigkeit tun. Aber Messgenauigkeit ist nicht das Problem. Die klassische Physik geht davon aus, dass Zeit und Raum absolute, voneinander unabhängige Größen sind. Albert Einstein stellte 1905 seine spezielle Relativitätstheorie auf, die heute zweifelsfrei bewiesen ist, aus der unter anderem folgt: bewegte Uhren gehen langsamer. 1915 zeigte Einstein in der allgemeinen Relativitätstheorie, dass auch Gravitationsfelder Einfluss auf Zeit und Raum haben. Uhren in Erdnähe gehen langsamer als in größeren Höhen. Wüssten wir das nicht, kein Navi brächte uns zum Ziel.
Von 1920 bis 1930 beschrieben Werner Heisenberg, Erwin Schrödinger und Paul Dirac in unterschiedlicher mathematischer Formulierung die Quantenmechanik. „Wer behauptet, die Quantenmechanik verstanden zu haben, hat sie nicht verstanden“, zitiert Grupen Nils Bohr und sagt: „Wir können es ausrechnen, aber unserer Anschauung entzieht es sich.“ Heisenberg wies nach, dass man aus Prinzip und nicht aus Mangel an geeigneten Messinstrumenten, Ort und Geschwindigkeit eines Teilchens nicht gleichzeitig genau bestimmen kann. Mit seiner Unschärferelation gelangte er an die Grenze theoretischer Erkenntnismöglichkeit.
Im sehr Kleinen und sehr Großen gehen die Uhren anders. Der Mensch blickt darauf aus der Frosch- beziehungsweise der Vogelperspektive, häufig als fliegender Frosch oder kriechender Vogel, aber immer getrieben vom Drang, unser Universum vollständig zu erklären. Grupen ging noch auf die Fragen nach Paralleluniversen, Zeitreisen, und Wurmlöchern ein, dabei schied er Fakten von Fiktion und radikalen Positionen, wie jene, dass die Zeit eine Illusion sei. „Zeitreisen in die Zukunft gehen auch ohne Wurmlöcher“, sagte er, „sie erfordern keine Überlichtgeschwindigkeit und sind im Rahmen der Relativitätstheorie zulässig“, Besuchen in der Vergangenheit steht er, anders als Stephen Hawking, skeptisch gegenüber, wurde aber aus dem Publikum mit der vor mehr als siebzig Jahren verworfenen „Äthertheorie“ konfrontiert.
Fest steht, Raum und Zeit sind dynamische Größen, je nach Ort und Art seiner Bewegung, hat jedes Teilchen seine eigene Zeit. Den Zuhörern im Neue Galerie Cafe verging die Zeit wie im Flug, vielleicht auch dank der Milchbrötchen, die es zum Frühstück gab.
WZ, 18.04.13 - Zauberphilosoph ANDINO im Neuen Galerie Café
Zauber der Philosophie
andino_fu__776_r_presse.jpgDer Zauberphilosoph Andino präsentiert sein Programm „Reallusion: Texte – Thesen – Taschenspiele“.
Die zauberhafte Verschmelzung von Sein und Schein erleben Zuschauer am Samstag, 20. April, 19.30 Uhr, im Neuen Galerie Café, Wilhelmstraße 19 in Hachenburg. Ganz ohne technische Hilfsmittel und nur mit Zauberei und Philosophie lotet Andino das Spannungsverhältnis zwischen Schein und Sein, Traum und Wirklichkeit, Illusion und Realität aus. Buddhistische Lehre und chinesische Philosophie begegnen dabei Texten von Umberto Eco und Siegfried Lenz und verbinden sich auf magische Weise mit Illusionen nach Houdini oder Slydini.
Der Eintritt kostet 15 Euro, im Vorverkauf 12 Euro.
WZ, 25.03.13 - R(h)ein Mental mit Marc Hagenbeck
R(h)ein Mental verblüffen mit Kunststücken
Marc Hagenbeck und Rainer Mees offenbaren einige ihrer Tricks im Neue-Galerie-Café in Hachenburg
Von unserem Mitarbeiter Matthias Budde

marc_hagenbeck_fu__776_r_presse.jpgHachenburg. „Woran denkst du gerade?“ Diese Frage kann Panik auslösen. Nicht so bei Marc Hagenbeck und Rainer Mees. Die beiden Mentalisten und Gedankenleser stellen sich ihrem Publikum mit großer Empathie und ohne Indiskretion. Da die Zuschauer nicht nur geistig anwesend sind, herrscht im Galerie-Café Hachenburg drangvolle Enge. Mit verblüffenden Kunststücken begeistern die beiden Mentalmagier die Anwesenden, und sie legen auch einige ihrer Mnemotechniken offen. Sie sind von Kopf bis Fuß auf Merken eingestellt. Hagenbeck und Mees schütteln die US-Präsidenten aus dem Handgelenk. Haben Eisenhower im Bleifuß, Kennedy im Knie, winken Nixon mit dem Fischschwanz zu und schützen ihre Schultern mit einer Pelerine gegen Reagen. Wenn ihrem Mund ein Pfiff entweicht, Clin(gt)Ton, oder an was denken sie beim Oval Office? Bei Busch denken sie an volles Haar, und bei Obama kriegen sie Hörnchen.

Gedanken und Worte sind ihre Werkzeuge, mit ihnen schaffen sie Realitäten und konstruieren Welten, spüren und fühlen ihnen nach. Natürlich kennen sie auch die Lottozahlen, allerdings nur die, die die Zuschauer sich ausgedacht haben, nicht die, die das Ziehungsgerät von Westlotto generiert, es denkt eben nicht. Lügen haben kurze Beine, oder hübsche Grübchen, kichern verlegen oder haben eine lange Leitung. Körpersprache und Reaktionsmuster sind verräterisch.

Ein bisschen unheimlich ist es schon, aber mit Charme und selbstironischem Humor nehmen Hagenbeck und Mees den Mitmachkandidaten die Hemmungen. Fregatte, Fußball, Schamane und Fahrrad – wer hat sich welches Wort ausgedacht? Mees ordnet alles richtig zu, und aus fünf Gewinnumschlägen zieht eine glücklich verheiratete Frau nicht etwa zweifelhafte Romantikwochenenden mit Hagenbeck, sondern gemeinsame Zeit mit ihrem Lebensgefährten. Als ein Zuschauer die Uhr eines bei einem Grubenunglück umgekommenen Bergmanns dessen Foto zuordnen soll, wird es ganz still im Raum. Faszinierend – auch dieses Experiment gelingt.
Mees und Hagenbeck sprechen bewusst von Experimenten, denn nicht alles gelingt. Sie sind selbst ernsthaft neugierig. Was funktioniert, wirft Fragen beim Publikum auf, was nicht klappt, bei den Experimentatoren. Die Versuchsanordnung ist jedes Mal neu; jedes Publikum ist anders. In Hachenburg jedenfalls herrschen große Aufgeschlossenheit und Begeisterung.
Hagenbeck und Mees rechnen mit dem menschlichen Faktor. Ein Kandidat sortiert Fotos nach empathischen Gesichtspunkten. Ohne es zu wissen, hat er, fast fehlerfrei, die Lebenden von den Toten geschieden. „Denkt mal drüber nach, bei wem ihr euch immer schon mal wieder melden wolltet“, sagt Mees und entlässt ein nachdenkliches Publikum in die Pause.
Zu begrenzt ist der Platz, um alle Bravourstücke der beiden zu beschreiben. Einen Tipp geben sie noch für die tägliche Kommunikation: „Denken Sie nicht immer dazwischen, hören Sie zu!“ Nach der Veranstaltung saß man noch lange bei Wein und Gesprächen im Café zusammen. Man muss kein Mentalist sein, um zu wissen, woran das lag.
WZ, 7.03.13 - Tendenzen in der modernen Gesellschaft
Diskussionsabend zum Thema „Wie wollen wir leben?“
decher_fu__776_r_presse.jpgEinen Vortrag zum Thema „Wie wollen wir leben? Tendenzen und Perspektiven in modernen Gesellschaften“ hält Prof. Dr. Friedhelm Decher am heutigen Donnerstag, 7. März, ab 19.30 Uhr im Neuen-Galerie-Café, Wilhelmstraße 19, in Hachenburg. Beleuchtet wird die Frage im Hinblick auf drei Themenschwerpunkte: das Sensationserlebnis als Quelle des Glücks, die Gesellschaft als „Civil society“ und aktuelle gesellschaftliche Fehlentwicklungen. Decher lehrt an der Universität Siegen und der Mittwochsakademie der Uni Siegen.
Der Eintritt kostet 9, im Vorverkauf 7 Euro.
WZ, 1.03.13 - Matthias Budde spielt ein Wintermärchen
Lesung setzte Heines Text frisch in Szene
budde_heine_fu__776_r_presse.jpgSchwarz, Rot und Gold sind die vorherrschenden Farbtöne im Bühnenbild, aber in die Melodie von Robert Schumanns „op. 136“ weben sich die Klänge der „Marseillaise“. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit trafen auf Zensur, Obrigkeitsstaat und Missgunst, als Matthias Budde in Hachenburg zur inszenierten Lesung von Heinrich Heines „Deutschland. Ein Wintermärchen“ bat.
1843, nach 13-jährigem Pariser Exil, reiste Heine in das Deutschland des Deutschen Bundes, der Kleinstaaterei. Er reiste vom Rhein nach Hamburg, wo die Mutter lebte, die Schwester und sein Verleger Julius Campe. Das Leben in Deutschland „hat sich nicht sehr verändert“ konstatierte Heine und ließ kein gutes Haar am Land, von Rheinwein und Austern vielleicht einmal abgesehen.
Nicht nur missliebige Zeitgenossen, die heute kaum einer mehr kennt, kritisiert er – Budde ersetzte diese zum Teil, zum Beispiel durch Joachim Kardinal Meißner oder Gerhard Schröder. Heine greift vielmehr tief in die deutsche Seelen- und Ideengeschichte, in den Sagen- und Märchenschatz des Volkes. Dort liegt die Aktualität des Textes, und dort setzte daher auch die inszenierte Lesung von Matthias Budde an.
Das heutige Deutschland hat sich zwar sehr verändert, aber die Geisteshaltungen und Ideen, die hinter den damaligen Missständen standen und die zu weitaus größeren Übeln im Verlauf der deutschen Geschichte geführt haben, bedrohen die offene Gesellschaft immer noch. Im Kackstuhl Karls des Großen schaut Budde würgend die deutsche Zukunft an, bis ihm schwarz vor Augen wird oder rot, jedenfalls nicht golden. Im Gespräch mit Barbarossa im Kyffhäuser blitzt der geifernde Hass nationaler Volksverhetzer auf. Die politisch belanglose, anbiedernde, demagogische Rede vor einem Rudel Wölfe könnte einem Rhetoriklehrgang für angehende Staatsmänner entstammen. Wenn der preußische Adler schließlich von der Stange geschossen wird und an schwarz-rot-goldenen Ballons kopfüber in die Höhe steigt, zeigt sich auf der Rückseite der Bundesadler. In der Zugabe der Lesung änderte Budde die Reiseroute Heines dann etwas ab und ließ ihn in Hachenburg Station machen.
WZ, 16.02.13 - Philosophischer Salon und Matthias Budde liest Heinrich Heine
Melchers denkt nach und Budde liest vor
Kultur Im Neuen Galerie Café in der Löwenstadt zum Philosophieren und Literatur genießen treffen

Hachenburg. Gleich zwei interessante Veranstaltungen finden mit freundlicher Unterstützung der Hachenburger KulturZeit im Februar im Neue Galerie Café in der Wilhelmstraße statt. Am Donnerstag, 21. Februar, 19.30 Uhr, wird zum Philosophischen Salon geladen, und am Samstag, 23. Februar, 19.30 Uhr, liest Matthias Budde Heinrich Heines „Deutschland ein Wintermärchen“.
In der Tradition des französischen Philosophen Marc Sautet, der in Paris das erste philosophische Café ins Leben gerufen hat, haben sich in den vergangenen Jahren auch in deutschen Städten zunehmend philosophische Gesprächskreise und Cafés etabliert. Auch im Neue Galerie Café wird regelmäßig zusammen mit dem Gastphilosophen Markus Melchers lebhaft, anregend und kontrovers über philosophische Themen diskutiert und Gelegenheit zum gemeinsamen Nachdenken geboten.

„Bühne frei!“ heißt das neue Abendprogramm im Neuen Galerie Café. In diesem Rahmen heißt es dann auch: Matthias Budde liest Heinrich Heine „Deutschland ein Wintermärchen“. „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht, ich kann nicht mehr die Augen schließen, und meine heißen Tränen fließen“, dichtete Heine im frei gewählten Pariser Exil. Weniger den reaktionären Verhältnissen im Vaterland als der Sorge um die in Hamburg lebende Mutter waren diese Dichterzähren geschuldet.
Sich mit seinem Verleger Julius Campe zu treffen, der wegen Heine und einiger anderer Autoren des Jungen Deutschland, darunter Hoffmann von Fallersleben, von der Zensur bedroht ist, reist Heinrich Heine im Spätherbst 1843 nicht etwa per Schiff, sondern über Aachen, Köln, Westfalen und Hannover mit der Postkutsche nach Hamburg. Kleinstaaterei, preußischer Militarismus, nationale Engstirnigkeit, Glaubenshass, verschlammte Wege und schwer verdauliches Essen lassen die Reise nicht zum reinen Vergnügen werden.
Umso vergnüglicher die romantisch-ironisierende Schilderung seiner Fahrtenerlebnisse, die Matthias Budde nachgestaltend liest, inszeniert und verlebendigt und so ihre ungebrochene Aktualität unter Beweis stellt. „Denn die Freiheit hat sich den Fuß verrenkt … und Schufterle ist nicht tot.“

Der Eintritt zum Philosophischen Salon ist frei. Karten für die Lesung von Matthias Budde kosten im Vorverkauf 7 und an der Abendkasse 9 Euro. Veranstalter ist das Neue Galerie Café Hachenburg mit freundlicher Unterstützung der Hachenburger KulturZeit.
WZ, 16.11.12 - Astrid Gloria, Verhexte Kürbiskochshow
Lust und Laune durch gutes Essen
Kochshow mit Kräuterhexe Astrid Gloria im Neuen Galerie Café 
Von unserem Mitarbeiter Matthias Budde

Vorhang auf zur „großen Verkürbissung“ mit Astrid Gloria im Neuen Galerie Café Hachenburg
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Eine Portion Magie sowie jede Menge Warenkunde und küchentechnisches Know-how, gewürzt mit einer Prise rheinischen Humors, serviert die Kölner Kräuterhexe unter Absingen fröhlicher Küchenlieder. Eine Waage hat sie nicht im Haus, auch nicht in der Küche. Pi mal Daumen hoch Sinnenfreude ist die Grundformel für ihre vegetarischen Rezepte. Die Küche ist ein magischer Ort und Mittelpunkt jeder Féte. Im Wohnzimmer sitzen die Langweiler, die sich über Abiturscherze und Bausparverträge unterhalten. Am Herd vollzieht sich die Änderung der Aggregatzustände, die Substanzwandlung. Astrid Gloria beleuchtet den Kürbis von außen und innen und dringt so zum Kern vor, aus dem sie ein köstliches Pesto bereitet, während sie eine Kürbismesse zelebriert: „In aeternam – Samen.“

Während sie als Köchin ihrem „Headless chicken“-Syndrom frönt – sie tanzt um ihr Gemüse – und einen wertvollen Beitrag zur Chaosforschung leistet, unterhält sie das Publikum mit varietéreifen Zauberkunststücken und einem märchenhaften Handpuppenspiel. Die Halloweensage wird auf ihre kölschen Ursprünge zurückgeführt. Aus Jupp de Jeck wird durch die zweite gälische Lautverschiebung Jack o' Lantern. Der legt sich mit dem Teufel an – in Köln natürlich schwul. Nachdem er das zartrosa Mephistöphelchen ausgetrickst hat, stellt er fest: in der Hölle ist es viel aufregender als im Himmel, es wird auch besser gekocht, und er begibt sich freiwillig dorthin.

In der Pause darf probiert werden. Danach werden Verdauung, Stoffwechsel und andere vegetative Prozesse thematisiert. Die – leider etwas unterrepräsentierten – Männer erhalten wertvolle Tipps zum Thema Prostata und Potenz.
Ein Kürbis enthält zahlreiche Inhaltsstoffe. Zum Beispiel den 20-Euro-Schein einer Zuschauerin. Wie der vorher gekennzeichnete Schein in den unversehrten Kürbis gelangt, bleibt allen ein Rätsel, dem gehirnleistungsfördernden Beta-Carotin zum Trotz.

Am Ende des Abends ist klar: gutes Essen macht Lust und Laune, hält gesund und munter. Das sieht man Astrid Gloria auch an – oder liegt es doch an ihrem Humor? Das viele Lachen macht jedenfalls Appetit auf die vielfältigen kulinarischen Kreationen – alles streng vegetarisch. Aber da sich Astrid Gloria für regionale Produkte starkmacht, darf's im Westerwald auch mal Hokkaidopüree an Wildschweinbraten sein.

Westerwälder Zeitung, 16.11.12

WZ, 10.11.12 - Philosophischer Salon
Gäste philosophierten über Gut und Böse
Existenzielle Fragen erörtert

philosophischer_salon.pngDer „Philosophische Salon“ im Neuen-Galerie-Café-Hachenburg erfreut sich von Beginn an einer stets wachsenden Teilnehmerzahl.
In gemütlicher Atmosphäre diskutieren die Gäste unter der Leitung von Gastphilosoph Markus Melchers aus Bonn philosophische Fragen. Jetzt widmete man sich der Frage „Wie kommt das Böse in die Welt?“.

Dabei ging es den Teilnehmern zunächst darum, zu definieren, was man überhaupt unter „böse“ versteht. So wurde die Frage diskutiert, ob die Natur – also etwa ein Erdbeben – auch als böse zu bezeichnen ist. Schnell wurde die Debatte grundsätzlich: Kann ein Mensch prinzipiell böse sein oder nur einzelne böse Handlungen vollziehen? Steckt in jedem Menschen etwas Böses? Ist jeder Mensch zum Bösen befähigt?

In der Erörterung dieser Frage wurde auch der Ausdruck ‚Banalität des Bösen’ von Hannah Arendt erwähnt, wie sie ihn anlässlich des Eichmann-Prozesses in Israel prägte: Das Böse muss gar nicht in Form einer grauenhaft unmenschlich wirkenden Gestalt daher kommen.

Ein anderer Zugang zum „Gut- und-Böse-Problem“ wurde durch die Diskussion über das durch die monotheistischen Religionen geprägte Denken gefunden. Mit dem jeweiligen Gott ist immer auch das Gute assoziiert. Wie aber kann ein guter Gott das Böse zulassen? Hier entsteht das Theodizeeproblem – die Rechtfertigung Gottes angesichts der Übel in der Welt.

Dieses Rechtfertigungsproblem haben die nichtmonotheistischen Religionen nicht. In diesen Zusammenhang gehörte auch die Auseinandersetzung des Kirchenvaters Augustinus und anderen Denkern mit der Gnosis. Was wäre geschehen, wenn das Christentum nicht gesiegt hätte? Ein interessanter Gedanke und eine interessante Frage, die für das christlich geprägte Denken zunächst einmal ungewohnt sind.

Bereits am Freitag, 7. Dezember, bietet das Neue-Galerie-Café seinen Gästen eine weitere philosophische Veranstaltung. An diesem Abend lautet das Thema: „Manchmal frage ich mich, ob es mich gibt.“ Es wird in einem dialogischen Vortag von Prof. Hans-Joachim Pieper (Professor für Philosophie an der Universität Bonn) und Markus Melchers um Glauben und Glaubenszweifel aus philosophischer Sicht gehen.
WZ, 20.10.12 - Matthias Budde begann die Reihe der Matinéen
Bühne frei für die neuen Sonntagsmatineen
Das Kulturangebot im Café Neue Galerie reichte von Limericks bis zu hochwertigen Lesungen
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Mit den Sonntagsmatineen bereichert das Café Neue Galerie in Hachenburg seit Kurzem das Kulturangebot. Nach einem leckeren Frühstücksbüfett gibt es köstlichste Literatur und Unterhaltung vom Feinsten.

Den Auftakt machte Matthias Budde mit einem breiten Spektrum origineller lyrischer Ergüsse, in denen er mit Wortwitz seine Entwicklung vom verachteten Deutschschüler zum ernst zu nehmenden Lyriker dokumentierte. Mit Limericks und Sonetten, mit Schüttelreimen und Kurzgeschichten – ganz in der Tradition von Joachim Ringelnatz, Heinz Erhard oder Robert Gernhardt – verband er das Hintergründige mit dem Komischen und ließ das begeisterte Publikum teilhaben an dem „windschiefen Blickwinkel eines schwarzen Schafes und bunten Hundes“.

Schon eine Woche später war der russische Dichter und Übersetzer Wjatscheslaw Kuprijanow Gast der Sonntagsmatinee im Café Neue Galerie. Der international bekannte Autor – seine Bücher wurden in bis zu 50 Sprachen übersetzt – gab in seinen Texten spannende Einblicke in das Denken und Fühlen eines zeitgenössischen russischen Intellektuellen. Besonders beeindruckend waren seine Rezitationen der Gedichte in russischer Originalfassung. Die deutschen Übersetzungen dieser literarischen Kostproben offenbarten dann aber auch ihren ironischen und sarkastischen Beigeschmack.

Im  Abendprogramm „Bühne frei!“ des Cafés Neue Galerie bannte die Märchenerzählerin Rose Wolfgarten dagegen ihre Zuhörerschaft mit Grimms Märchen in ihrer Urfassung. Frei erzählt, aber wortwörtlich dem Original entsprechend, demonstrierte sie, wie fesselnd die klassischen Märchen auch heute noch sein können und wie faszinierend das freie Erzählen ohne die Barriere eines Buches oder die Verfremdung durch eine elektronische Konserve sein kann. Mancher Zuhörer fühlte sich da wohl wirklich in Großmutters Zeiten versetzt. Auch der nächste Termin für die Sonntagsmatineen steht schon fest. Am 2. Dezember gibt es eine weitere „märchenhafte“ Veranstaltung mit dem Märchenforscher Prof. Wilhelm Solms, der über „Die Wahrheit der Märchen und die Urteile des Erzählers Wilhelm Grimm“ aufklärt.

Westerwälder Zeitung 20.10. 2012

WZ, 08.06.2012 - Hypnose und verhexte Küchenshow
Buntes Programm in Hachenburg
Neues Galerie Café lockt bis Ende des Jahres mit abwechslungsreichen Veranstaltungen
Von unserer Redakteurin Nadja Hoffmann-Heidrich

veranstaltungsprogramm.pngGeistige Bewegung, Kunst und Kultur: Das verspricht das gerade herausgegebene Programm des Neuen Galerie Cafés in Hachenburg (Wilhelmstraße), in dem zahlreiche interessante Termine bis zum Jahresende enthalten sind.
Los geht's an diesem Freitag, 8. Juni, um 19.30 Uhr mit dem Auftritt des Comedians Marcel Wagner, der als Solist einen ganzen Chor aufleben lässt. Karten kosten 12 Euro.

Eine Lesung mit Kabarett und Comedy bietet Andrea Volk den Gästen am Samstag, 16. Juni, um 19.30 Uhr. Tickets kosten 12 Euro, um rechtzeitige Reservierung per E-Mail an kontakt@Neue-Galerie-Cafe.de wird gebeten.

„Wie es mir gefällt“ heißt das Programm von Bernhard Nauroth, der am Freitag, 22. Juni, um 19.30 Uhr im Salon des Cafés auftritt. Der Westerwälder Künstler präsentiert ein Potpourri persönlicher, literarischer und musikalischer Vorlieben. Tickets gibt es für 5 Euro.

Schaurige und satirische Geschichten von Gustav Meyrink (Autor des „Golem“) trägt Thomas Franke am Samstag, 8. September, um 19.30 Uhr im Neuen Galerie Café vor. Karten kosten 10 Euro.

Um die Kraft der Hypnose geht es am Freitag, 14. September, wenn Andreas Ahnfeldt alias Aaron, der als einer der besten Show-Hypnotiseure Europas gilt, um 19.30 Uhr auftritt. Tickets: 10 Euro.

Zaubern, Bauchreden und viel Spaß sind angesagt bei der Varieté-Gala am Donnerstag, 27. September, um 19.30 Uhr. Eintrittspreis: 15 Euro.

Grimms Märchen für Erwachsene – erzählt von Rose Wolfgarten – können die Besucher am Donnerstag, 11. Oktober, um 19.30 Uhr lauschen. Eintritt: 8 Euro.

Ein artistisch-solistisches, barockes Kleinkunstspektakel erwartet die Gäste am Samstag, 20. Oktober, um 19.30 Uhr, wenn Stephan Masur alias Le Compte den Salon erobert. Tickets: 12 Euro.

Ganz verrückt geht es am Donnerstag, 8. November, zu, wenn Astrid Gloria zur verhexten Küchenshow (magisch-vegetarisches Küchen-Kabarett) bittet. Ab 19.30 Uhr wird gekocht, gezaubert und Spaß gemacht. Dabei erfahren die Besucher, wie die Hexe auf den Kürbis kam. Tickets für diesen vielversprechenden Abend kosten 22 beziehungsweise 25 Euro – inklusive Kürbisgericht und der Preisgabe von Geheimrezepten.

 Weitere Informationen im Internet unter: www.neue-galerie-cafe.de

Reihe „Philosophischer Salon“ wird fortgesetzt

Auch die Philosophie hat einen hohen Stellenwert im Neuen Galerie Café: Am Donnerstag, 23. August, wird die Reihe Philosophischer Salon fortgesetzt: Moderator Markus Melchers stellt dann ab 19.30 Uhr Fragen zum Thema „Was ist Zeit?“ Am Donnerstag, 25. Oktober, 19.30 Uhr, geht es um die Frage: „Wie kommt das Böse in die Welt?“. Die Moderation übernimmt dann wieder Markus Melchers. Der Eintritt zu den Salons ist frei, die Kreissparkasse sponsert die Reihe. Zu einem Philosophenstreit zum Thema „Manchmal frage ich mich, ob es mich gibt!“ laden Melchers und Hans-Joachim Pieper zudem am Freitag, 7. Dezember, ein. Karten kosten dann 8 Euro. nh
WZ, 2.11.2010 - Märchenerzählerin Hannelore Marzi im Neuen Galerie Café
Märchen verzaubern Publikum
hannelore_marzi.jpgEinen außergewöhnlichen Abend durften die Gäste des Neuen-Galerie-Cafés in Hachenburg genießen:
Hannelore Marzi verzauberte mit ihrer ausdrucksstarken Märchenerzählkunst das Publikum. Die Frankfurterin trug neben orientalischen Märchen auch Geschichten der Brüder Grimm in der Originalversion von 1812 vor. Da diese ursprünglichen Texte den wenigsten Zuhörern bekannt waren, staunte man über eine Vielzahl von Aspekten, die in den späteren Märchenversionen stark verändert oder sogar weggelassen wurden. Mit ihrer einzigartigen Erzählweise gelang es Hannelore Marzi, ihre eigene Begeisterung für die Welt der Märchen zu transportieren.
WZ, 27.10. 2009 - Mentalist ER!K im Neuen Galerie Café
Publikum staunte über Fähigkeiten des Gedankenlesers
erik_presse.jpgMit seinem außergewöhnlichen Programm begeisterte der Mentalist ER!K die Gäste im Neuen Galerie Café in Hachenburg. Einige Zuschauer waren eigens von weither angereist, um die faszinierenden mentalen Fähigkeiten von Erik Grösche aus Taunusstein, Künstlername ER!K, zu erleben. Durch seine sympathische Art gelang es ihm problemlos, das Publikum zum Mitmachen bei seinen Gedankenexperimenten zu animieren. ER!K verblüffte durch seine Fähigkeit, sich eine große Anzahl von Begriffen, die ihm die Zuschauer zuriefen, zu merken. Später erklärte er dem staunenden Publikum einige seiner Memotechniken, welche dieses sogleich ausprobieren konnte. Staunend beobachteten die Gäste, wie es ER!K gelang, zuvor aufgeschriebene Fragen aus dem Publikum lediglich durch die Kraft der Gedanken zu erraten.

Auch die ungeahnten mentalen Fähigkeiten der Gäste konnte er unter Beweis stellen als beispielsweise einer von drei Herren intuitiv wusste, dass er den einzig richtigen Schlüssel zu einem Schloss in der Hand hatte. Ein Abend, über den im Neuen Galerie Café noch Tage später gesprochen, gerätselt und gestaunt wurde.
WZ, 17.09.08 - Literarischer Abend über den Absinth
wz__17.09.08_nauroth_absinth.jpgBernhard Nauroth, Maler und Literaturkenner aus Hachenburg, begibt sich auf die Spur der "grünen Fee". Dem Absinth widmet er einen literarischen Abend am Freitag, 12. September, im Café "Neue Galerie" in Hachenburg (Wilhelmstraße 19). Von 20 Uhr an liest Nauroth Gedichte von Baudelaire, Verlaine und anderen, ergänzt durch eigene Texte, untermalt mit atmosphärischer Musik.
Anmeldung erbeten, Telefon 02662/944 842.

Die Faszination des Absinth

Jahrzehntelang war der Absinth verboten, jenes alkoholische Getränke aus Wermut, Anis, Fenchel und Kräutern. Das hat die Faszination eher noch beflügelt, wie das große Interesse an einem Themenabend im Salon des "Neue-Galerie-Cafés" in Hachenburg zeigte. Bernhard Nauroth trug Texte und Gedichte rund um den Absinth vor. Ein historischer Abriss über Herstellung und Entwicklung sowie über die sozialen Hintergründe rundeten die Lesung ab. Die passenden Musikcollagen waren in Zusammenarbeit mit dem Musée d"Absinthe entstanden. Die Zugabewünsche des Publikum erfüllte Nauroth mit einem eigenen Poem.

WZ, 2.12. 2003 - Pop Art-Ausstellung
Auf drei Etagen werden Schätze der Pop Art gezeigt
Gelungene Ausstellung in Neuer Galerie Hachenburg - Über 50 Bilder vom Feinsten - Einige Originale und Unikate dabei in HACHENBURG.

pop_art_presse.jpgEine heiße Tasse Cappuccino, ein kleiner Imbiss oder ein leckeres Stückchen Kuchen. Dazu wird unverbindlich Kultur gereicht. Ganz zwanglos. Und sogar auf drei Etagen. Renate und Eckehard Böttrich - besser bekannt unter seinem Künstlernamen Balavat - haben einige Schätze der Pop Art in ihrer Neuen Galerie in Hachenburg zusammengetragen. Auch die Sache mit der Rede zur Ausstellungseröffnung gestaltete sich ganz unkompliziert. Gehalten wurde sie nicht, jeder konnte sich ein Exemplar nehmen und selbst lesen. Es ist recht beachtlich, was die neue Ausstellung zeigt. Allein vier Originale und zahlreiche Unikate befinden sich unter den Werken. Wer kennt sie nicht, die Klassiker der Pop Art? Und alle sind sie hier versammelt. Alex Katz malte immer wieder seine eigene Frau mit ausdruckslosem Gesicht, als ob sie eine Art Barbie Puppe wäre. Roy Lichtenstein zeigt in seinem Siebdruck "The oval office" den amerikanischen Präsidentenstuhl aus dem Weißen Haus (zur Amtszeit von Bill Clinton). Das "Combine painting" von Robert Rauschenberg und Jim Dine ist eine Kombination von abstraktem Expressionismus und Pop art, ausgedrückt durch Malereien in Verbindung mit darauf befestigten Gegenständen des täglichen Lebens. Andy Warhol präsentiert sich mit seltenen Stücken. Schloss Neuschwanstein mit edlem Rahmen in kleiner Auflage. In nächster Nähe die zurzeit einzig frei verfügbare Marilyn Monroe in Deutschland. Direkt daneben noch ein Unikat - ein durch den Künstler selbst "geadelter" Druck - in dieser Farbausführung nur einmal vorhanden. Eine Auftragsarbeit eines afrikanischen Häuptlings aus dem Swasiland. Motiv: "Queen Twombli", die Königin, seine sechste Frau. Von Keith Haring hängen zwei U-Bahn- Zeichnungen an der Wand, auf dunkle Leinwand aufgezogen und fixiert. Bilder, die er als relativ unbekannter Künstler in der New Yorker Metro an Flächen, die nicht plakatiert werden durften, angebracht hat. Praktisch moderne Graffitis. Ein Polizist hat sie entfernt, "gerettet" sozusagen. Das Frontbild der Einladung findet sich in der oberen Etage der Galerie: ein Aquarell von Allen Jones mit dem Titel "Piano Variation". Auf dem Original sind noch die Bleistiftstriche zu erkennen. Der Betrachter kann förmlich die Jazzmusik aus den Bewegungen des gemalten Pianisten hören und zusehen wie eine Frau sich erotisch-geisterhaft aus der Musik erhebt. Im Treppenhaus auf dem Weg dorthin findet sich "Catwalk" - eine vierteilige Radierung. Der englische Künstler der Brit Art, Damien Hirst, stellt Ingredienzien von Medikamenten (Valium, Opium) dar und macht deren Wirkstoffe anhand bunter Punkte sichtbar. "Man hat hier die unterschiedlichsten Perspektiven auf dem Weg durch die drei Etagen. Durch Integration in das Café sinkt die Hemmschwelle und Kunst wird einem näher gebracht", schwärmt eine Besucherin. Der Betrachter erfährt viel auf der unterhaltsamen Führung durch die Galerie. Unten wieder angekommen, kann er schließlich noch eine Tasse Tee genießen.
Doris Kohlhas
RZ, 28.09.2002 - Eröffnung
Batman und Barbie in fröhlichem Bunde
Neue Galerie in Hachenburg eröffnet mit skurrilen Werken des "Supra-Avantgardisten" Bãlavat

ero__776_ffnung.pngHACHENBURG. Ein Ameisenhaufen aus kleinen Ästchen und Tannennadeln, auf und in dem winzige Menschlein wuseln; ein Vogelpaar, das nur darauf zu warten scheint, die menschlichen Ameisen zu verspeisen, während die nichts Besseres zu tun wissen als eifrig um die Münzen herumkrabbeln, die ein gullivergroßer Garterzwerg aus seinem Korb verloren hat. Die mit Zapfen, Wurzeln und Pilzen garnierte, von Schäfchenwolken und Himmelsblau überwölbte Waldszenerie ist eine Arbeit des im Westerwald lebenden selbst ernannten "Supra-Avantgardisten" Bãlavat, zu sehen jetzt in der frisch eröffneten Neuen Galerie in Hachenburg.
Möglicherweise von Schwellenangst Geplagten verhilft in dem schmalen Haus ein zur Galerie gehörendes Café zum problemlosen Einstieg in Kunst. Die hängt und steht denn auch gleich zum Greifen nah gegenüber, wie eben der waldige Ameisenhaufen, perfekte Alternative zum röhrenden Hirsch über heimeligem Sofa. So richtig idyllisch ist Bãlavats Werk aber eben nur auf den ersten Blick, auf den zweiten fängt's hinter der spielerischen Fassade der ihre Nähe zu den Dadaisten nicht leugnenden Materialbilder und Objekte regelrecht an zu brodeln, geht es um Existentielles, um Leben und Tod, Lieb und Leid, Gut und Böse.
Wenn sich Bãlavat in seinem dem Sanskrit entlehnten Namen auch "wie ein Kind" gibt, ist er doch alles andere als naiv oder artig. Aus Püppchen und Plüschtieren, Kitschigem und Kuriosem, aus Zwei- und Dreidimensionalem errichtet er sich nach der Methode: Weshalb schlecht malen, was als Gegenstand gut gegeben ist, sein eigenes skurriles, tiefgründiges Universum.
Schwer zu entscheiden, ob das Ergebnis Spielwiesen der Fantasie, Bühnen eines spleenigen Puppenspielers oder Altärchen eines unverdrossen nach göttlichem Plan Forschenden sind, Experimentierfelder eines verspielten Philosophen oder philosophischen Spielers. Den Pfad der Logik verlässt Bãlavat in jedem Fall wild entschlossen, um stattdessen in seinen Arbeiten und Texten unerschrocken auf den verschlungenen Wegen des Unterbewussten zu wandeln.
Dabei ist ihm (fast) jedes Mittel recht: der mittels Möhre am rechten Ort zum Symbol der Sinnlichkeit mutierte Stoffhase genauso wie die von Batman auf drehender Scheibe verfolgte oder von Hekate- Barbie ans goldene Leinchen genommene Wildsau, Inkarnation eigentlich ungezähmter Begierde, der Spielzeugrennwagen alias Geistesblitz genauso wie die Babyborns, die ins unerbittlich immer wieder gähnende schwarze (Schweine)-Loch abzustürzen drohen - nicht weniger gefährdet wie die Mäuslein, die der Katz andächtig lauschen und dabei vom Greifvogel geholt werden. L. Sauer-Kaulbach
Hachenburg, Wilhelmstr. 19, geöffnet Sa/So 14-18 Uhr. Infos: 02662/944842.
WZ, 27.9.2002 - Balavat in Hachenburg
Das Neue Galerie Cafe eröffnet am Samstag, 28. September, um 19 Uhr in der Wilhelmstraße in Hachenburg.
Der Künstler Balavat präsentiert dort ungefähr 100 umfangreiche Arbeiten zum Thema "Die Macht der Idee". Parallel zu seinen Werken verfasste er einen geisteswissenschaftlichen Text. Ab der Eröffnungsveranstaltung ist die Austellung regelmäßig samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr, sowie nach Absprache (02662/944842) geöffnet.